Echotecture

Performance mit Klangforum Wien und Bühnenbildklasse Anna Viebrock
Projekt mit David Mohoric
Semperdepot: Premiere 21.5.2016

Die neue Gattung umfasst Musiktheaterereignisse die nicht durch Libretti oder Kompositionssysteme, sondern durch Koordinaten räumlicher Umgebungen, von den Studierenden der Bühnenbildklasse entworfen, liniiert werden.
© Klangforum Wien

Two poems to Polly ist ein 1000 Jahre altes Lied einer japanischen Dichterin, das der Komponist Peter Eötvös für einen sprechenden Cellisten vertont hat. Die Töne, sowie die Sprache sind mal ganz vorsichtig, mal sehr kräftig und direkt und erzeugen so eine sehr spezielle Eigendynamik. Durch gezielt gesetzte Pausen entsteht ein Gefühl des Fragmentarischen, der Ton schwillt langsam an und ist im nächsten Moment schon wieder verflogen. Dies spiegelt sich in der abstrakten Verfilmung des Liedes wieder und komplementiert so Sprache und Musik mit dem Visuellen. Interpretiert wird das Ganze von Benedikt Leitner, in einer sehr intimen Situation, die den Zuhörer in direkten Dialog mit dem Cellisten treten lässt.